Sich der Geisteslehre würdig erweisen | FIGU-Landesgruppe Deutschland

Sich der Geisteslehre würdig erweisen

 

von Achim Wolf, Deutschland


Durch reines Geisteslehre-Theoriewissen macht sich kein Mensch wertvoller. Um sich zu verbessern resp. sich durch viele kleine Schritte des Bemühens relativ zu vervollkommnen, muss der Mensch sein Denken, Fühlen, Empfinden und Handeln nach der Wahrheit und nach den schöpferischen Werten ausrichten. Das Studium der Geisteslehre hat nur dann einen wirklich realen, lebenspraktischen Nutzen und einen für die individuelle Zukunft des Menschen bleibenden Wert, wenn der Mensch die Lehre in sich selbst in die Tat umsetzt und in seinem Bewusstsein verwirklicht. Dabei spielt es keine Rolle, wo ein Mensch lebt, welchen Beruf er ausübt, wie alt er ist, welche Hautfarbe er hat und ob er schon jemals die Begriffe ‹Geisteslehre›, ‹Lehre des Lebens›, ‹Lehre der Wahrheit›, ‹Lehre der wahren Propheten›, ‹schöpferische Gesetze und Gebote› etc. gehört hat. Ein Mensch, der noch keine einzige der von der FIGU angebotenen Geisteslehrequellen gelesen hat resp. von deren Existenz nicht weiss, der aber gute menschliche Werte und Tugenden in sich herangebildet hat und pflegt, kann als Mensch weitaus gereifter, charakterstärker, aufrichtiger, liebevoller, friedfertiger und darüber hinaus wertvoller sein als ein anderer Mensch, der zahlreiche Geisteslehreschriften nur gelesen, aber nichts dabei gelernt und es nicht verstanden hat, die wichtigsten Essenzen aus der Lehre zu ziehen und sie eigens in sich umzusetzen. Diese wichtigen Essenzen sind die Werte der wahrlichen Menschlichkeit, vor allem die Liebe, der Frieden, die Freiheit, das Mitgefühl, die Harmonie, die Freude und das Glück.

Geisteslehresymbol <Lernen>

Ein scheinbar unwissender Mensch – aber eben nur unwissend in Bezug der bewussten Kenntnis der von den wahren Propheten gebrachten Geisteslehre – hat möglicherweise die schöpferisch-natürlichen Gesetze und Gebote tiefgreifender erkannt, in sich verwirklicht und im Alltag realisiert, als der in dieser Thematik büchermässig besser Gebildete, der aber nur rein-theoretisches Geisteslehre-Schablonenwissen angehäuft hat, das er nicht mit höherer Vernunft und mit dem Sinn für das Wesentliche in sich zum Leben erweckt hat. Ein solches Scheinwissen bleibt hohl, schal und leer und somit quasi ein totes und nutzloses Wissen, das ungenutzt im Gedächtnis eines Menschen herumliegt, aber von dort nicht mittels tiefgreifender Gedanken-, Gefühls- und Empfindungsarbeit in meditativer Weise in die Tiefenschichten des Bewusstseins transferiert und demnach auch nicht in seinem Mentalblock sowie in seinem Tugend- und Wahrheitsbewusstsein verankert wurde. Das Geisteslehrewissen wird nur dann ein aktiver, lebendiger Bestandteil der menschlichen Persönlichkeit, wenn es in richtiger Weise verinnerlicht, gelebt, erlebt und zu Wissen und relativer Weisheit umgewandelt wird. Gemäss dem alten Gleichnis von Jmmanuel fehlt dem ‹Brot› = Theoriewissen der ‹Sauerteig› = inneres Feuer der Erkenntnis, mit dem der Mensch das noch rein-theoretische Wissen zur Erkenntnis keimen, anschwellen und zum lebendigen Wissen der Weisheit heranreifen lassen kann.
Wer mit seinem vermeintlich hohen Geisteslehrewissen und seinem nur in der Einbildung erreichten ‹brillanten Evolutionsstand› prahlt oder mit seinem ‹ach so fundierten Geisteslehrewissen› und seiner nach aussen dargestellten ‹hohen Weisheit› bei den Mitmenschen verbal hausieren geht, hat offenbar weder ein Stückchen echte Weisheit noch einen Zipfel wahrliches Wissen, geschweige denn ein gutes Mass an wirklicher Bescheidenheit und Selbsterkenntnis in sich entwickelt. In Wirklichkeit entpuppt sich ein solcher Mensch durch seine im Materiellen hängengebliebene Schein-Intelligenz und seine Arroganz den vermeintlich Unwissenden und Dummen gegenüber als noch in den Kinderschuhen seiner Entwicklung steckengebliebener Mensch, der sich gerne über andere Menschen erheben möchte, um sich wertiger und besser darstellen zu können, als er es in Wirklichkeit ist.

Geisteslehresymbol <Überheblichkeit>

Wahrheitlich gesehen ist es in bezug der wahren Menschwerdung völlig unwichtig, ob ein Mensch FIGU-Mitglied ist, ob er der FIGU nahesteht oder der FIGU-Mission sonst irgendwie verbunden ist; wichtig ist nur, ob er die hohen Werte, die die ‹Lehre des Geistes› beschreibt, in ihrer Tragweite wirklich erkannt und gedanklich zu seinem individuellen Eigentum gemacht und inwieweit er ihre Werte in seine Persönlichkeit integriert hat. Daher ist ein Synonym für die Geisteslehre der Begriff ‹Lehre des Lebens› und nicht etwa ‹Lehre der Geiseslehretheorie›, ganz gemäss dem Sinnspruch «Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es.»