Das Paradies, von vielen ersehnt, von wenigen gefunden | FIGU-Landesgruppe Deutschland

Das Paradies, von vielen ersehnt, von wenigen gefunden

 



So mancher hat es erlebt bei einem Spaziergang, auf Reisen in anderen Ländern, am Meeresstrand, in den Bergen und im Gebirge, unter Wasser am Korallenriff, während eines Fluges über ein fremdes Land, dass er plötzlich etwas gesehen hat, was er als paradiesisch schön, als einen Ort wo man immer bleiben möchte, als Ort des Friedens, der Schönheit und der Freiheit empfand und den Satz äusserte: „Hier ist es wie im Paradies.“ Auf unserem schönen Planeten gibt es viele Plätze und Orte die paradiesisch sind, wie Naturparadiese, Tierparadiese, Fischparadiese, Blumen- und Pflanzenparadiese, Landschaften die paradiesisch anmuten, usw. weil noch unberührt. Solange bis der Mensch erscheint und eingreift und alles nach seinem Gutdünken oder aus Gewinn- und Profitgründen ändert. Wo ist also das Paradies, nach dem sich die Menschen sehnen?

Der Ort, der in allen Religionen der Erde eine massgebende Rolle spielt, in allen Köpfen der Menschen der Erde eine Zielvorgabe darstellt, von niemand anderen als von jedem einzelnen Menschen in sich selber realisiert werden kann, ist das Paradies.

Die allgemeine Meinung, dass das Paradies am Anfang der Menschheit gelegen hat und heute nur im Jenseits gefunden werden kann, ist falsch.

Die Religionen der Erde befassen sich nicht mit den Naturgesetzen, sie ignorieren sie. Logik ist in den Naturgesetzen zu finden, nicht in Religionslehren. Selbst die Liebe wird in den Religionen zur Farce. Wer sich nicht an die Dogmen und Gebote hält kommt in die Hölle oder in das Fegefeuer. Wer Liebe und Hass auf die Ebene von entweder oder stellt, hat also ein völlig falsches Verständnis von Liebe.


Was also ist Liebe?


‹Liebe ist absolute Gewissheit dessen, selbst in allem mitzuleben und mitzuexistieren, so in allem Existenten: In Fauna und Flora, im Mitmenschen, in jeglicher materiellen und geistigen Lebensform gleich welcher Art, und im Bestehen des gesamten Universums und darüber hinaus.›

Stellt man die Frage an Suchende wie sie sich das Paradies vorstellen, so werden Frieden, Freiheit, Harmonie, keine Ängste und Nöte, keine Kriege, kein Hunger, rundum Gerechtigkeit, kein Hass und kein Neid, stets gleiches, warmes Klima ohne Katastrophen, für alle und jeden Menschen als erstrebenswerter Ort im Jenseits angeführt. Werte die auf unserem Planeten installiert und eingeführt werden sollten, aber durch die ansteigende Überbevölkerung völlig zunichte gemacht werden und seit geraumer Zeit in eine Richtung tendiert, die sich die Menschen aller Länder nicht ersehnen. Suspekt erscheint der Wunsch der Menschen und Völker nach Frieden und Freiheit, nach Gerechtigkeit und Harmonie, wenn man überlegt, dass in 10 000 Jahren vergangener Menschheitsgeschichte nur 250 Jahre ohne Kriege verlaufen sind. Selbst eine uralte Weisheit wie ‹Der Mensch mache sich die Erde untertan›, wird falsch verstanden und gehandhabt. Ein natur- und wahrheitsliebender Mensch integriert Lebensformen und Planet, Fauna und Flora, während Glaubensabhängige alles in Gottes Namen auf der Erde tun zu dürfen gedenken, wenn es für sie einen Vorteil oder Profit bringt. Wobei in den Ländern, wo Ämter, Macht und Geld sich in einer Person vereinen, am brutalsten, unehrlichsten und unversöhnlichsten seit Menschengedenken gehandelt wird. Obwohl alle Götter der Erde von Liebe, Freiheit, Versöhnlichkeit reden und als Belohnung das Paradies versprechen, wird Unfreiheit, Unehrlichkeit, Hass, Krieg, Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit unter den Menschen und Tieren, der Natur und der Erde entfacht. Die Suggestion, dass Gott, Götter oder Götzen in den sogenannten Heiligen Büchern die Wahrheit selbst geäussert haben sollen ist eine Mähr, um es gelinde auszudrücken. Hier wird den Menschen vorgegaukelt, Gott kümmere sich um jeden, übernimmt die Verantwortung für alles und jeden, bestimmt jedes Menschen Schicksal, verlange dafür Opfer und Unterwerfung, sowie Ausmerzung (Krieg–Mord-Totschlag) anders denkender Menschen, und belohne ihn bei demütiger Befolgung mit dem Paradies. Es sollte also klar sein, dass dieses Paradies nur mit Werten der Liebe, Menschlichkeit, Friedensliebe, Toleranz, Gerechtigkeit und Wohlgesonnenheit in jedem einzelnen Menschen selbst vorhanden sein muss, um realisiert werden zu können. Was nicht im Wissen eines Menschen existiert, kann auch nicht im Leben installiert und aktiviert werden.

Auszug aus dem Buch ‹Macht der Gedanken› IV / S 35/36:

Das Prinzip des Universums ist das Prinzip des Lebens, und dieses Prinzip ist das Gesetz der Evolution durch Ursache und Wirkung, eben das Gesetz der Kausalität, dass eine jede Wirkung, ein jedes Ereignis und eine jede Handlung usw. eine vorangehende Ursache hat. Und gemäss diesem Gesetz schafft der Mensch selbst Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit, und zwar durch seine Gedanken. Im Gegensatz dazu kennt die Schöpfung nur Gerechtigkeit, weil sie völlig neutral-positiv-ausgeglichen ist und also keine gefühlsmässigen oder sonstigen Regungen kennt, die anders geartet sein könnten als neutral-positiv-ausgeglichen. Also ist ihr weder Rache noch Hass eigen, sondern nur Liebe und Harmonie sowie Freiheit und Ausgeglichenheit; und demgemäss sind auch ihre Gesetze und Gebote ausgelegt, ganz gemäss ihrem SEIN, das in Güte, Liebe, Frieden, Freiheit und Harmonie und Ausgeglichenheit ist und aus sich selbst heraus wiederum Gleiches erzeugt, weil sie gemäss ihrem erschaffenen Gesetz der Kausalität lebt. Dieses Gesetz aber hat sie auch dem Menschen bestimmt, folglich auch er nach Ursache und Wirkung lebt. Der Mensch jedoch als freies sich zu evolutionierendes Wesen nach eigenem Willen, ohne irgendwelche Einmischung der Schöpfung, ist unvergleichbar unwissender als das schöpferische Universalbewusstein und zudem nicht nur eigensinnig, sondern auch nach freiem Willen fähig, selbst zu schalten und zu walten. Mit einem freien Willen und mit absoluter Handlungsfreiheit versehen, vermag der Mensch also seinen Weg und seine Evolution selbst zu bestimmen und damit natürlich auch die Art seiner Gedanken und die daraus entstehenden Handlungen und Folgen usw., ganz gemäss dem Gesetz von Ursache und Wirkung, dem er ja schöpfungsmässig eingeordnet ist. Und dieses Gesetz ist Gerechtigkeit im einen, Richtlinie des Lebens im anderen. Gerecht deshalb, weil der Mensch seinen Weg in jeder Richtung und Beziehung absolut selbst zu bestimmen hat und in jeder Form für sein Denken und Handeln ureigenst selbst verantwortlich ist; und Richtlinie deshalb, weil der Mensch jede Ursache und Wirkung durch sein Bewusstsein und seine Gedanken unabhängig von irgendwelchen schöpfungsmässig gegebenen Einflüssen selbst bestimmt. Damit werden die Gerechtigkeit und die Richtlinie schöpferischer Form zum Bewusstsein und zur Natur des Lebens. Damit ergibt sich, dass die Rechtschaffenheit in allen Dingen die verbindende und bewegende Kraft im Bereich des Bewusstseins in dieser Welt und damit beim Menschen ist, und zwar absolut, folglich keinerlei Korruption und kein Falsch mehr irgendwo Platz findet. ...

Dies besagt auch, dass diese Gesetze der Schöpfung im materiellen Bereich des Menschen wirken. Für den jenseitigen Bereich existieren völlig andere Gesetze der Natur und der Schöpfung, wo keine Denkfähigkeit, kein materielles Bewusstsein und damit keinerlei Form von Handeln, Wollen, Ausführen oder Überlegen eine Existenz haben kann.

Das Paradies kann also nur auf unserem Planeten realisiert und umgesetzt werden. Da Gedanken und die daraus entstehenden Gefühle nur im materiellen Bewusstsein ablaufen können. Niemals im immateriellen bzw. jenseitigen Bereich, wo die Gesetze des Geistigen von den Naturgesetzen bzw. Schöpfungsgesetzen vorgegeben sind. Der langersehnte Traum der Menschheit, ohne Waffen, Hunger und Not, ohne Rassenhass, Kriminalität und Vorurteile jeden Tag und in jeder Gegend der Welt zu erleben ist realisierbar, wenn viele Menschen neutral-positiv-ausgeglichenes Gedankengut annehmen und damit schnellstmöglich sich wahrheitliches Wissen aneignen. Da verwundert es nicht, wenn viele Menschen die Wahrheit als unangenehm empfinden und das eigene falsche Weltbild ins Wanken gebracht wird, wenn in folgender Aussage jegliche Heilige, Götter und Engel überhaupt nicht existieren und deshalb als falsch und unrichtig eingestuft wird, wenn es heisst:

„Der Mensch ist seines eigenen Schicksals Schmied.“


Christian Neumaier

   

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