Zwischenmenschliche Beziehungen | FIGU-Landesgruppe Deutschland

Zwischenmenschliche Beziehungen

Im alltäglichen Leben kann man bei vielen Mitmenschen feststellen, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen fehlen. Die meisten Menschen suchen zwar Kontakt zu Ihresgleichen, aber in erster Linie geht es ihnen darum, dass sie sich ausschliesslich um ihr eigenes Wohl und um ihren eigenen Vorteil kümmern.Sie bestellen sich zu einem Treff zusammen, um in einem schönen Cafe Unterhaltung zu finden, nach dem Motto, sehen und gesehen werden. Warum kann das nicht einfach wegen der Person selbst sein. Bei einem Spaziergang in der nächsten Umgebung, im Wald oder freien Natur oder zuhause auf der Terrasse. Das ist ihnen anscheinend zu langweilig. Für die Zweisamkeit in der Stille hat wohl so mancher Mitmensch noch Probleme oder Berührungsängste mit seinem Nächsten. Die Bedeutung des wirklichen Miteinanders ist vom Bewusstsein noch weitgehend unentdeckt geblieben. Es geht ihm, dem Menschen, nicht um das Miteinander, denn die grösste Aufmerksamkeit ist eindeutig etwas anderem vorbehalten, nämlich dem Ich. Es geht ihm um das eigene Ego. Es steht ganz in der vordersten Reihe und wird gehätschelt und gepflegt. Diese allgemeine Tendenz bezüglich des Wichtignehmens des eigenen Egos ist heute allgemein üblich. Dies äussert sich klar im Verhalten des Menschen und kann jederzeit beobachtet werden. Der wahrliche Entwicklungsstand des materiellen Bewusstseins wird dadurch sichtbar. Es werden grosse Reden gehalten, aber es steckt nichts dahinter. Dies aber zerstört im Vornherein jegliche Entwicklung einer guten zwischenmenschlichen Beziehung, weil keine Gleichwertigkeit gegeben ist.

Wenn ein Mensch jede Gelegenheit nutzt sich über seine Mitmenschen zu erheben um sie geringer erscheinen zu lassen, dann tut er das aus dem Grund, weil er nicht ertragen kann, selbst geringer zu erscheinen. Wenn ein Mensch sich nämlich mit seinen Mitmenschen gleichstellt, dann hat er weder das Bedürfnis, sich über sie zu erheben, noch fühlt er sich in irgendeiner Situation minderwertig. Was wirklich zählt ist die Bewusstseinsgrösse, das Gleichwertige zu einem Menschen. Wer sich anderen Menschen wirklich verbunden fühlen will, der muss auch bereit sein zu geben. Zwar nicht unbedingt in Form von materiellen, sondern bewusstseinsmässigen Geschenken. Der Mensch muss sich seinen Mitmenschen gleichstellen und sich selbst öffnen, und somit eine Verbindung zum Nächsten, die schöpferisch bereits vorhanden ist, eingehen. Den Menschen so nehmen wie er ist und daraus das Ehrwürdige in ihm sehen und sich ihm zu öffnen, also teilhaben zu lassen an seinen eigenen Gedanken und Gefühlen heisst auch, dem anderen Einblicke in das eigene Innenleben zu gestatten. Es ist das, was das Verbundensein ausmacht. Etwas Schönes und Wunderbares, welches eine zwischenmenschliche Beziehung erstrebenswert macht. Nur durch Selbsterkenntnis kann man gute zwischenmenschliche Beziehungen eingehen. Nur in dem Masse, wie der Mensch die Verbindung zu sich selbst entwickelt, sich erkennen, akzeptieren, respektieren und sich gleichwertig fühlen lernt, nur in dem Masse kann er sich auch mit seinen Mitmenschen verbinden und sie erkennen, akzeptieren, respektieren und die Gleichwertigkeit mit ihnen leben. Um dies alles zu erreichen muss man sich in Geduld üben und darf sich nicht so wichtig nehmen.

Um in den Genuss seines wahren Ichs, sowie seines inneren Selbst zu kommen, ist es von grosser Bedeutung, sich frei zu machen von allen Religionen, Neuzeitsekten und anderen Irrlehren.
Denn jeder Glaube, ganz gleich welcher Religion oder Irrlehre er auch entstammt, verschliesst dem Menschen von Vornherein den Zugang zu vernünftigen und logischen Gedanken und Gefühlen sowie zum Handeln.
Erst eine Neutralität gegenüber sich selbst und allen Dingen vermag dem Menschen den tieferen Sinn des Lebens zu erschliessen.

Der Mensch ist mit einem unsterblichen Geist belebt, durch diese Geistform mit der Schöpfung verbunden und lebt daher in ihrer Allmacht. Durch sein Bewusstsein vermag der Mensch mit dem immateriellen Teil seines Selbst in Verbindung zu treten und von diesem Impulse abzuziehen, die er mit seinem materiellen Bewusstsein und Kraft seiner Gedanken via die Gefühle in die Tat umzusetzen vermag.

Die Intuitionen aus dem innersten Selbst sind rein schöpferischer Natur und werden vom Menschen auch als solche wahrgenommen, wenn er erlernt hat, auf diese zu achten. Bringt er diese demzufolge dann auch in schöpferischem Sinne zur Anwendung, dann erwächst ihm daraus ungeahnter Nutzen für sein Leben. Nicht länger wird er dann von negativen Einflüssen unterdrückt und geknechtet, denn das Schöpferische im Menschen, ist von ausgeglichener Natur und somit zu gleichen Teilen negativ und positiv, folglich es also auch zu keiner Ausartung im Negativen oder Positiven kommt. Wenn der Mensch stets darum bemüht ist, eine innere Ausgeglichenheit zu erschaffen und zu erhalten, so kann es ihm gelingen, dass er gegen jegliche negativen Einflüsse gleich welcher Art geschützt ist, und somit im Einklang, sowohl mit sich selbst, als auch mit der Schöpfung zu leben vermag.

Die Lehre des Geistes legt auch dar, dass der Urzustand des Menschen durch wertvolle und häufige Meditationsübungen wiederhergestellt wird und sich alles Ausgeartete wieder normalisieren kann. Bemühen sich daher der Mensch im Gesamten um das regelmässige Betreiben der Meditation, dann bedeutet das, dass sich beide Gehirnhälften des Menschen wieder urzuständlich bilden, sich synchronisieren und koordinieren, wodurch sich wahre Menschenliebe bildet, also wahre Liebe für alle Mitmenschen, sowie für die gesamte Fauna und Flora.

Daraus gehen aber auch innerer Frieden und innere Freiheit hervor, die sich nach aussen ausweiten und verbreiten, wodurch dann endlich wahrer Frieden und wahre Freiheit Einzug halten kann; denn es ist letztendlich immer die ganze Masse, durch die etwas bewegt und verwirklicht wird – auch wenn der einzelne Mensch für sich ganz allein einen Anfang setzen muss.

Um in einer Gruppe mit so unterschiedlichen Charakteren die Ordnung, die Disziplin und die Harmonie aufrecht zu erhalten, wie es in der FLD erforderlich ist, so ist es für jedes einzelne Mitglied eine grosse Aufgabe und eine wunderbare Chance, die Lehre der schöpferischen Gesetze und Gebotsmässigkeiten, die Lehre des Lebens, ins wirkliche Leben umzusetzen um nicht nur in theoretischen Aussagen stecken zu bleiben, sondern die Lehre des Lebens direkt zu praktizieren und in jeder Minute des Daseins anzuwenden, denn nur so können wahrliche zwischenmenschliche Beziehungen entstehen.

Magdalena Sonnleitner

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